Ohne.Sinn
Gratis bloggen bei
myblog.de

One Piece

Night in a launderette

Challenge: #3
Fandom: One Piece
Pairing: Zorro x Sanji
Warnung: OOC, langatmig, grottig
Disclaimer: Mir gehört nichts und ich würde mir auch gerne die Idee absprechen.
Kommentar: Gefällt mir so ziemlich gar nicht. XD Nur teilweise. Aber da mich das gestern um den Schlaf gebracht hat und ich demnächst nicht zum Schreiben kommen werde, aber trotzdem hier endlich was posten wollte... Sieh einer an.
Ignoriert den dämlichen Titel... Notlösung. Aber mir gefiel das Wort und dass es tatsächlich 'Waschsalon' heißen soll...

Night in a launderette

Man sollte auf dem Meer an Wasser gewöhnt sein. Vorzugsweise auch an Regen.
Doch Sanji hoffte sehr, dass er sich an diese ätzenden Gummistiefel nie würde gewöhnen müssen. Gelb und an Zorros Füßen. Beides eher nachteilige Dinge.
„Warum zum Henker trägst du diese Dinger!?“
Zorro warf ihm einen Blick zu, auf den er hätte verzichten können.

Es war später Abend.
Sie liefen im strömenden Regen durch eine typische Hafenstadt auf der Suche nach einem Waschsalon. Besser gesagt, in der Hoffnung einen solchen hier aufzutreiben. Die Straßen waren wie leer gefegt, kein Wunder angesichts dieses Wetters.
Zorro hatte den großen Sack mit Wäsche, die langsam mehr als ein bisschen Salzwasser vertragen konnte über die Schulter geworfen und zog es vor auf seine Frage nicht weiter einzugehen. Doch der Smutje war nicht in der Laune nachzugeben und sah ihn weiterhin auffordernd an. Besser ein erzwungenes Gespräch als diese Stille.
„Sprich, Marimo.“
Zorro knurrte kurz. „Geburtstagsgeschenk von Ruffy.“ Das Bild des strahlenden Ruffy, welcher ihn heute drauf hingewiesen hatte, dass doch bei diesem Wetter die ideale Gelegenheit wäre seine neuen Gummistiefel endlich mal anzuziehen, kam ihm in den Sinn.
Sanji grinste lebensmüde. „Du wolltest unserem Kapitän eine Freude machen. Wie... nett?“
Nein. Er konnte ihm nur nichts abschlagen. Was Sanji auch drauf eingehen musste...
„Halt den Mund...“

Der Regen preschte weiter ungehindert auf sie ein, bis sie schließlich am Rand eines kleinen Marktes das Gesuchte fanden. Zumindestens sah es so aus...
„Hm... ob wir hier richtig sind?“ Skeptisch sah Sanji an dem kleinen verwahrlosten Gebäude empor. Ein Schild mit der kaum leserlichen Aufschrift ‚Clothes’ baumelte über der Tür. Daneben ein großes Schaufenster, welches den Blick ins Innere jedoch verwerte. Schien so.
Zorro sparte sich erneut eine Antwort und stapfte an ihm vorbei. Die Tür war offen, doch es war stockfinster und menschenleer. Nach einigem Entlangtasten an der Wand betätigte er den Lichtschalter und einige nackte Glühlampen an der Decke gaben tatsächlich einen Waschraum her. Der äußere Eindruck bestätigte sich auch innen. Von den Wänden löste sich der Putz und auf dem Boden prangten große undefinierbare Flecken. An den Wänden und in der Mitte des Raumes jedoch standen Unmengen von Waschmaschinen. Mit sichtlichem Widerwillen folgte Sanji dem schweigsamen Schwertkämpfer. Nun ja...

„Sehen nicht so aus als würden die funktionieren.“ Zorro hatte die Wäsche fleißig auf drei Waschmaschinen aufgeteilt und tippte nun auf einer davon herum. Sanji hob eine fein geschwungene Augenbraue. „Pah, als könntest DU eine Waschmaschine bedienen.“ Er schob den murrenden ersten Maat beiseite und machte sich an der Tastatur zu schaffen. Wenige Augenblicke später surrte die erste Waschmaschine pflichtschuldig vor sich hin. Die anderen folgten sogleich. Triumphierend wandte er sich Zorro zu, doch dieser beachtete ihn gar nicht. Er setze sich auf den Boden und riss sich die Gummidinger von den Füßen. „Zu klein.“ stöhnte er nur leidend. Sanji lachte und zündete sich eine Zigarette an. Er lehnte sich an eine der Waschmaschinen in der Mitte und betrachtete seinen Freund.
Zorro betrachtete nachdenklich sein absonderliches Geschenk als überlegte er wie er es loswerden könnte ohne, dass Ruffy es bemerkte.
Die Geschenke des Gummijungen waren zumeist von seltsamer Natur. Da konnte man fast froh sein, wenn es bloß bei einem Ständchen blieb. Ruffy, immer noch von dem Vorhaben beseelt unbedingt Musiker für sein Schiff aufzutreiben, sang selbst gerne. Und gerne falsch. Und keine Kritik á la „Ruffy, dein Musikgeschmack ist zum Haare raufen!“ brachte ihn davon ab bei jeder Gelegenheit die unterschiedlichsten Arten von Liedern anzustimmen. Man sollte meinen irgendwann gewöhnt man sich daran...

Sanji riss Zorro aus seinen Überlegungen als er sich dazu überwand sich zu ihm auf den dreckigen Boden zu gesellen. „Du wirst dich erkälten...“ sagte er und zeigte auf Zorros nackte Füße. „Ich erkälte mich nicht.“ „Na sicher... Barfuß in Gummistiefeln...“ Er schüttelte den Kopf.
„Anders wäre ich nicht reingekommen.“
Er lächelte aufgrund der Resigniertheit in Zorros Stimme.
Auch Zorro lächelte leicht. Ruffy enttäuschte man nicht so ohne Weiteres...
Sanji beugte sich zu ihm hinüber.

Eine halbe Stunde später erklang das Piepen der fertigen Waschmaschinen. Der Smutje wandte sich von dem Schaufenster ab und bemühte sich schnell diese auszuschalten. Er warf einen Blick auf Zorro, welcher immer noch am Boden saß. Die Füße zum Schneidersitz herangezogen, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, mittlerweile schlafend. Vom Piepen nicht aufgewacht.
Sanji warf einen ungnädigen Blick auf die nasse Wäsche und hielt Ausschau nach ein paar Trocknern. Fündig geworden erledigte er das Nötige und wandte sich wieder dem Fenster zu. Noch mal eine halbe Stunde warten.
Das Fenster, vorher mit Pappe verhangen, hatte nach ordentlichem Rütteln und Zerren den Blick auf den Marktplatz frei gegeben. Es hatte aufgehört zu regnen und die Nacht war endgültig hereingebrochen. Fahles Mondlicht erhellte leicht die Dunkelheit und Sanji hing seinen Gedanken nach.
Er liebte Zorro und heute hatte sich wieder bewiesen warum. Der störrische, streitsüchtige Schwertkämpfer kam nicht umhin sich auch Mühe zu geben um andere nicht zu enttäuschen.
Er wusste wie wichtig ihm Ruffy war und dass er wahrscheinlich alles für ihn tun würde. Es würde ihn nicht wundern, wenn ihr Kapitän bei Zorro an erster Stelle stehen würde. Oder zumindestens auf gleicher Stufe mit ihm selbst. Doch sich darüber Gedanken zu machen war sinnlos. Das hatte mit der Beziehung zwischen ihnen beiden nichts zu tun. Nicht viel jedenfalls.
Heute hatte der Grünschopf ja wieder bewiesen, dass er auch in der Lage war sich zu bemühen, wenn es um ihn ging. Sein Widerwille war ihm anzusehen gewesen als Sanji ihn bat mit ihm einen Waschsalon aufzusuchen. Eine immerhin relativ aussichtslose Suche, hätte er gedacht. Doch Zorro war ihm ohne Proteste gefolgt. Murrend ganz sicher, aber immerhin...
Er wusste wie wichtig Sanji die Momente waren in denen sie mit ziemlicher Sicherheit Zeit für sich alleine rausschlagen konnten. Dass der Salon vollkommen leer war, erwies sich als glücklicher Zufall, den sie wohl zu nutzen gewusst hatten, bevor Zorro gnadenlos eingepennt war.

Sanji zündete sich eine weitere Zigarette an. Vor geschlagenen zwei Stunden hatten sie sich vom Schiff aus auf den Weg in die Stadt gemacht und immer noch saßen sie in diesem elendigen Salon.
Und es wurde rasch kälter. Nicht unüblich für das Klima der Grand Line. In dem ohnehin zugigen Raum jedoch wurde es nur noch ungemütlicher.
Er fröstelte und warf einen leicht besorgten Blick auf Zorro, welcher immer noch barfüßig und schlafend auf dem Boden saß. Bei dessen Anblick stahl sich ein Gähnen über Sanjis Lippen und er registrierte wie müde er eigentlich war.
Resignierend setze er sich neben Zorro und drückte sich an ihn. Die Wärme, die dieser immer noch ausstrahlte, irritierte ihn.
Zorro reagierte sofort auf die vertraute Berührung ihrer Körper. Er löste den Schneidersitz und legte seine Arme um Sanjis schmalen Körper, welchem fast augenblicklich die Augen zufielen.

Kurze Zeit später wurde er bereits wieder aus seinem Halbschlaf geweckt. Die Trockner verkündeten aufgeregt piepend, dass sie fertig waren.
Mit einem müdem Blick auf den immer noch schlummernden Zorro löste er sich aus dessen Umarmung und stand auf.
Schnell hatte er das nervtötende Geräusch zum Ersterben gebracht und die Wäsche auf einige Ablagen gestapelt.

Abschätzend sah er dann auf Zorro hinab und begann ihn mit leichten Fußtritten aus dem Schlaf zu reißen. „Komm schon, du fauler Sack. Erweise dich gefälligst als nützlich.“
Angesprochener sparte sich jegliche körperliche Reaktion und antwortete lediglich: „Wobei denn?“ „Wäsche legen...“ „Vergiss es!“, kam es sofort zurückgeschossen. Zorro erhob sich gequält.
„Reicht, dass wir den Scheiß hierher schleppen mussten und jetzt hier unsere Zeit verplempern.“
Sanji sah ihn gekränkt an.
„Zeit verplempern? Ja... die meiste Zeit haben wir tatsächlich verplempert und wer ist Schuld daran!?“ Er wandte sich dem Wäschestapel zu und lies Zorro nicht den Hauch einer Chance auf Verteidigung, was diesen ungewollt irritierte.

Er hatte wirklich Spaß daran sich mit Sanji zu streiten und wusste, dass sie das brauchten, aber meistens sah er zu, dass er die Sache bis zum Abend geklärt hatte.
Alleine konnte er nur noch schlecht einschlafen, was ihm gewaltig gegen den Strich ging, er aber nicht ändern konnte.
Und Sanji konnte verdammt kalt sein. Und unnahber und gnadenlos und... er hasste das.
Wusste er doch nur zu gut wie dieser ebenfalls sein konnte, wenn man es richtig anstellte.
Ab und zu bekam er das sogar hin.
Er trat neben Sanji und griff wahllos in den Wäschestapel. Den BH, den er daraufhin in der Hand hatte, hielt er ihm auch prompt entgegen. Sanji unterdrückte ein Grinsen.
In friedlichem Schweigen machten sie sich an der weiteren Wäsche zu schaffen.

Wenig später verstauten sie die grob zusammen gelegte Wäsche im Sack.
Zorro wandte sich grummelnd seinen Gummistiefeln zu. Die ganze Zeit erfolgreich ignoriert, strahlten sie ihm nun leuchtend gelb entgegen.
Nur das Hineinkommen erwies sich mittlerweile als etwas schwierig. Die klammen Füße wehrten sich gegen den starren Gummiüberzug.
Wieder unterdrückte Sanji ein Lachen. Der große Schwertkämpfer ratlos am Boden sitzend. Den Gummistiefeln vollkommen unterlegen.
„Befeuchte deine Füße... dann lassen sie sich leichter... einführen.“ Der folgende Blick war ganz und gar mörderisch und die Stimme leise und bedrohlich: „ Ich werde mir ganz sicher NICHT auf die Füße rotzen!“
Das Lachen zu unterdrücken, bereitete Sanji nun fast körperliche Schmerzen. Um jedoch nicht Gefahr zu laufen die Nacht alleine verbringen zu müssen (der Schwertkämpfer konnte nämlich ebenso unerbittlich sein), sah er sich suchend um.
„Nimm das...“ Er hielt ihm eine halbvolle Flasche mit ominösem Waschmittel darin entgegen. „...damit flutscht es besser...“ Verdammt. Er konnte einfach nicht anders.
Teils wütend, teils misstrauisch sah Zorro ihn an. Und fügte sich schließlich seinem Schicksal.
Die eingeschmierten Füße erfolgreich in den Stiefeln, griff er schließlich nach dem Wäschesack und verließ wortlos den Salon.
Sanji folgte ihm.

Gnadenlos schweigend führte Zorro sie durch die nächtliche Stadt. Seinen fehlenden Orientierungssinn großzügig ignorierend.
Sanji wusste um das dünne Eis unter seinen Füßen und wagte es nicht auch nur einen Ton von sich zu geben. Als sie zwanzig Minuten später den kleinen Marktplatz zum dritten Mal überquerten, schloss er jedoch zu dem Schwertkämpfer auf. Trotzig ergriff er dessen freie Hand und zog ihn sanft in die richtige Richtung. Zorro ließ seine Hand in Sanjis, doch selbst durch diese konnte man seine Angespanntheit spüren.
Als die Starre zwischen ihnen eine schneidende Dicke erreicht hatte, seufzte Sanji auf. Ohne sich umzusehen begann er leise zu sprechen. „Es tut mir leid...“
„Hm...“
„’Hm’, sonst nichts?“
„Was soll ich groß sagen...?“ Er drückte leicht Sanjis Hand.
„Was weiß ich!? Du könntest ja generell mal etwas gesprächiger sein.“ „Ach... als ob du tiefgründige Gespräche von mir erwarten würdest...“ „Ja, was denn sonst!?“
Zorro schnaubte. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass du eher auf Taten scharf bist.“
„Tz... was für Taten kann man von dir schon erwarten...“ Im nächsten Moment ging ein Ruck durch seinen Körper und er landete an Zorros Brust. Dessen Lippen schwebten nah über seinen und er atmete seinen Atem ein.
Der Wäschesack fiel zu Boden.

Die Lamb betraten sie später wieder in eisigem Schweigen. Sanji würdigte Zorro keines Blickes und dieser hatte es schnell aufgegeben ihn zum Reden bringen zu wollen.
Aus der Kombüse drangen trotz der späten Stunde noch fröhliches Gelächter und Stimmen zu ihnen hinaus. Vor der Tür wirbelte Sanji plötzlich herum und funkelte seinen Freund ärgerlich an. „Du...!“
„Ich weiß. Tut mir leid.“
Sanji murrte. „Ich kann es nicht leiden, wenn du mich so überfällst.“
„Ich weiß.“ Zorro sah ihn abwartend an. Die Bemerkung, dass Sanji es jedes Mal ganz offensichtlich genoss, ließ er unausgesprochen. Nicht jetzt.

„Ich liebe dich.“
„Ich...-„
„Ja ja...“
Keks am 23.7.06 16:09


m a i n
Anfang

  • Verwaltung
  • Challenges


  • f a n d o m s
    Yu-Gi-Oh!
    One Piece
    Prince of Tennis

    a b o u t
    Ohne.Sinn
    Regeln
    Mitglieder

    o t h e r
    Entry
    Contact Us
    Remember
    Abo

    l i n k s <3
    Aku
    Night
    Blue
    Keks
    Katze

    c r e d i t s
    endless-design
    Mo (Design)
    myblog